About: Winkekatze

Jan 20, 13 • alle, Schon gewusst?1 CommentRead More »

Beim letzten Besuch einer meiner liebsten Freundinnen, wurde mir stolz eine Winkekatze, oder “Maneki Neko” wie sie eigentlich heißt, präsentiert. Eine von den goldenen, deren linker Arm nach oben zeigt und hin und her schwingt. Es ist wohl die bekannteste japanische Glückskatze. Doch es gibt auch noch andere Farben, die alle unterschiedliche Bedeutungen haben.Blinkende, goldene Winkekatze Die goldene soll Reichtum anziehen, eine grüne soll Krankheiten fernhalten, eine pinke Liebhaber anziehen und eine schwarze u. a. Stalker fernhalten. Es gibt also für jede Lebenslage die richtige Plastikkatze. Die Hauptfarbe der Maneki Neko ist meist mit zwei Nebenfarben abgesetzt. Bei ihrem Vorbild, der japanischen Zuchtrasse “Japanese Bobtail”, die übrigens auch die Vorlage für die Hello-Kitty-Katze war, ist eine dreifarbige Zeichnung besonders selten, man muss also besonders viel Glück bei der Zucht haben.

Nicht so angenehm ist, laut der winkekatzenbesitzenden Freundin und vielen Internetposts, dass der Glücksbringer ein gleichmäßiges klackerndes Geräusch erzeugt, das an das Ticken einer Uhr oder eines Metronoms erinnert. Bloß lauter. Ich als Tickende-Uhr-Hasser würde die Wände hochgehen. Das Ticken entsteht, wenn der Arm der Katze weit schwingt und das Gewicht, das im Inneren der Katze mit dem Arm verbunden ist, am Gehäuse anschlägt.

Nahaufnahme von Spule und Magnet im Inneren der Winkekatze

Zwischen dem Gewicht und dem äußerlich sichtbaren Teil des Arms ist ein Magnet befestigt, der sich mit jedem Schwingen des Arm an einer unter Strom gesetzten Spule vorbei bewegt. Die stromdurchflossene Spule erzeugt bekanntermaßen ein Magnetfeld und “schubst” den Magneten und damit den Katzenarm an. Das Ticken der Glückskatze lässt sich demzufolge ganz einfach unterbinden, indem man eine schwache Batterie einsetzt. Dann ist der “Anschuber” nicht so heftig und das Gewicht schlägt nicht am Gehäuse an.

Hat man keine schwache Batterie zu Hand dämpft ein Stück Filz das nervige Geräusch. Das kann man geduldig in die kleine Lücke am Boden des Gehäuses friemeln oder die Winkekatze auseinander nehmen, so wie ich es getan habe. Der Boden ist mit sieben kleine Schrauben mit der Verlängerung des Armes verbunden.

Abbildung vom Boden mit gelösten SchraubenAlso Batterien raus, Schrauben raus und den Boden abnehmen. Den Arm drehen und mitsamt den ganzen Anbauten durch die Bodenöffnung herausnehmen.

Abbildung der Einzelteile der WinkekatzeEin Stück Filz am Ende des Gewichtes ankleben und alles wieder zusammenfügen. Statt des Filzes kann man natürlich auch ein zusätzliches Gewicht anbringen, damit der Arm nicht so weit ausschwingt. Diese Form der Mechanik, wie sie in der japanischen Glückskatze verbaut ist, nennt man übrigens auch “perpetuum pendulum”. Und nun viel Spaß mit Winkekatzen die sich wie ihre lebenden Verwandten verhalten: leise!

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One Response to About: Winkekatze

  1. Axel sagt:

    Ich wollte immer mal einen Blog-Post schreiben, der sich mit den “Innereien” der Winkekatze und dem häufig lauten klack-klack-klack beschäftigt. Das brauche ich aber nun nicht mehr. ;-) Toller Artikel und als Tipp: Höherpreisige Winkekatzen garantieren zwar keinen lautlosen Betrieb, sind meiner Erfahrung nach aber in der Regel deutlich leiser, als die Billo-Dinger für 5 EUR. VG Axel v winkekatze.info

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